Staatstheater Nürnberg
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Ballett

Made For Us III (UA)

Choreografien von Bryan Arias und Joseph Hernandez

Choreografie, Bühne, Kostüme: Bryan Arias, Joseph Hernandez

Freitag, 19.06.2020

19.30 Uhr

Premiere

anschließend Premierenfeier

Schauspielhaus

VORSTELLUNG ENTFÄLLT

header Mfu

In der 2014 begründeten Reihe „Made for us“ entwickeln aufstrebende Tanzschaffende auf Einladung von Ballettdirektor Goyo Montero maßgeschneiderte Neukreationen für das Ensemble des Staatstheater Nürnberg Ballett. Mit Joseph Hernandez und Bryan Arias präsentieren im aktuellen Jahrgang erneut zwei wichtige Repräsentanten der „neuen Generation“ Tanz am Puls der Zeit.

Der gebürtige US-Amerikaner Joseph Hernandez hat sich bereits durch Tanzstücke für das Semperoper Dresden Ballett und Les Ballets de Monte Carlo einen Namen gemacht. Bryan Arias arbeitet u.a. für Ballett Basel, Nederlands Dans Theater oder Juilliard School New York und wurde 2020 mit dem deutschen Theaterpreis „DER FAUST“ ausgezeichnet.

Arias‘ Inspiration und Ausgangspunkt der Neuschöpfung „The Last Coincidence“ ist das Mysterium „Zufall“. Über Improvisation und die gemeinsame Recherche mit den Tänzerinnen entwickelte sich das Stück zu einem Spiel mit Stereotypen sowie deren überzogener und humorvoller Darstellung. Arias lässt seine fünf Tänzerinnen zu einer breitgefächerten Musikcollage aus Jazz-Klassikern und sanften elektronischen Sounds auf Identitätssuche gehen. So werden menschliche Beziehungsstrukturen, die ohne offensichtliche Zusammenhänge zu sein scheinen, beleuchtet, um deren unbewusste gegenseitige Abhängigkeit zu veranschaulichen. Das umfassende Lichtdesign steuert der Schweizer Lukas Marian bei, der seit 2018 fester Bestandteil im Produktionsteam des in New York und Basel ansässigen Choreografen ist.

Joseph Hernandez‘ Choreografien sind stilistisch vielseitig und lassen sich keinem speziellen Genre zuordnen. Meist entspringen sie einem theatralen oder literarischen Kontext, wobei Hernandez auch als Autor eigener Texte auftritt. Basierend auf dem 1979 erschienenen Meta-Roman von Italo Calvino „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“, erforscht der Choreograf in seiner Neukreation „Nighttime Showtime“ mit dem gesamten Ensemble des Ballett Nürnberg das Spannungsfeld zwischen Realität und Illusion. Dabei wendet er – genau wie Italo Calvino – die Technik der „mise en abyme“-Erzählweise an, verschachtelt also Szene für Szene ineinander und wartet – angereichert mit einer guten Portion Ironie - mit verschiedenen Tanzstilen und -genres auf. Mit dem Spiel von Erwartungshaltungen und Durchbrechen der imaginären „Vierten Wand“ wird das Publikum direkt adressiert und erlebt ein gleichermaßen humorvolles wie auch berührendes Tanzstück. Die musikalische Komponente liefert der deutsche Komponist Johannes Till – in Form einer anspielungsreichen Neukomposition.


THE LAST COINCIDENCE
Uraufführung von Bryan Arias

Choreografie, Bühne und Kostüme: Bryan Arias
Lichtdesign: Lukas Marian
Musik: Duke Ellington, Biosphere, Pan American, Russ Columbo, James Brown, Lawrence English, Barbara Lewis

NIGHTTIME SHOWTIME
Uraufführung von Joseph Hernandez

Choreografie, Bühne und Kostüme: Joseph Hernandez
Lichtdesign: Joseph Hernandez, Frank Laubenheimer
Komposition (UA): Johannes Till

Team

Choreografie, Bühne, Kostüme

Lichtdesign

Ballett-Dramaturgin

Komposition (Nighttime Showtime)

Fotos
FOTO(S) © Bettina Stöß
Pressestimmen
Nürnberger Nachrichten

„Mit „Made for us III“ betritt das Nürnberger Ensemble neues Terrain – und begeistert restlos.“

„Und als hätte die Nürnberger Compagnie nur darauf gewartet, meisterte sie die Herausforderung bravourös, mit allergrößter Spiel- und Tanzlust, die das Publikum am Ende zu begeistertem Applaus hinreißt.“

„Ein Käfig voller Narren, aber auf höchstem tänzerischen Niveau samt fulminanten Streetdance-Einlagen und witzig persiflierenden Ballerina-Solos.“

Regina Urban, Nürnberger Nachrichten

Tanznetz

„Ein schräger, aber ebenso berührender Tanzabend, den man gerade wegen seines cocktailhaften Mix unbedingt erleben sollte. Offeriert wird eine breite Palette an Ausdruckswerkzeugen, derer sich die tänzerisch formidabel trainierten Interpreten schlichtweg aufs Beste zu bedienen wissen. Wieder einmal.“

„Permanent wird mit Erwartungshaltungen gespielt und neben den Lachmuskeln auch unser Denkzentrum im Unterbewusstsein angeregt. Tanzen fungiert hier als wunderbares Stilmittel – prominent und bizarr eingesetzt als pars pro toto. Gerade das macht diese dritte Ausgabe von „Made for us“ inhaltlich so überzeugend.“

Vesna Mlakar, tanznetz.de

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