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Schauspiel

Über­ge­wicht, un­wich­tig: Unform

Ein europäisches Abendmahl von Werner Schwab - EINGELADEN ZUM THEATERTREFFEN IN BERLIN 2024

Regie: Rieke Süßkow

Dienstag, 27.02.2024

19.30 - 20.45 Uhr

Vorstellung

19.00 Uhr Einführung

Schauspielhaus

Uebergewicht HP2 2273 headerneu

EINGELADEN ZUM THEATERTREFFEN IN BERLIN 2024

Sechs Stammgäste, sogenannte „gescheiterte Existenzen“, und eine Wirtin philosophieren in einer Kneipe über das Menschsein. Schweindi und Hasi sind ein Paar mit ausgeprägtem Kinderwunsch. Der primitive Karli schlägt seine Frau, die verblühte Schönheit Herta. Dazwischen versucht der Pädagoge Jürgen als intellektuelle Spitze der Stammgäste, die Humanität aufrecht zu erhalten, während Fotzi sich durch das Zeigen ihres Unterleibs Kleingeld für die Musicbox verdient. Beobachtet werden sie von einem schönen Paar, das sich an den „göttlichen Idioten“ voyeuristisch weidet. Die Situation eskaliert.

Der 1994 früh verstorbene Grazer Autor Werner Schwab war in den 90er-Jahren der Shootingstar der Theaterszene. Er zeigt in „ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM“ wie Leute von der Sprache getrieben werden, sich verrenken und an ihr zerbrechen. Bei aller feiner Sprachkunst und entlarvender Komik wird ein tiefer Riss in unserer Gesellschaft deutlich.

Rieke Süßkow, kürzlich von „Theater heute“ zur Nachwuchsregisseurin 2023 gekürt, inszeniert das Stück von Werner Schwab in einer abstrakten Ästhetik, die überhöht künstlich und zugleich sehr explizit ist.

Wir empfehlen die Inszenierung von „ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM“ aufgrund expliziter Darstellungen von Gewalt und Sexualität ab 18 Jahren.

> Hinweis auf sensible Inhalte

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Team

Regie

Bühne

Kostüme

Dramaturgie

Musik

Trampolintrainer

Licht-Design

Termine und Besetzung

Besetzung am 27.02.2024

Karli, später Herta

Schweindi, später Jürgen

Fotzi, später ER

SIE, später Schweindi

Herta, später Karli

Wirtin, später Fotzi

Jürgen, später Wirtin

ER, später Hasi

Hasi, später SIE

Musiker

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Fotos
FOTO(S) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
nachtkritik.de

„Regisseurin Süßkow wagt in Nürnberg eine mutige, vollkommen erfolgreiche (nicht nur kosmetische) Operation am Text von Werner Schwab. (…) In diesem stilisierten Ambiente erhalten die Monologe und Dialoge aus Schwabs frühem Stück eine neue Qualität. (…) Süßkow gelingt ein punktgenaues Gesamtkunstwerk, mit Bildern, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Das Ensemble (in dem sich einige Neuzugänge für das Nürnberger Staatstheater verbargen) funktioniert einwandfrei als Kollektiv.“

Wolfgang Reitzammer, nachtkritik.de

Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung

„Rieke Süßkow, die schlaue junge Regisseurin, hat aus dem Stück eine einzige, sich wiederholende Schleife gemacht hat, einen Kreislauf des geschmacklos absurden Seins, mechanisch abgespult. Eine Idee, die sie mit ihrem Team spektakulär umsetzt – und die aus dem Werk mit dem sperrigen Titel „Übergewicht, unwichtig: Unform“ eine ziemlich schlanke, spitze Sache macht. (…) Das ist – grandios inszeniert, ja choreografiert. (…) vielleicht die größte Leistung dieses Abends: In der monströsen Entstellung findet auch Schwabs eklatante Sprache, philosophisch kalauernd zwischen Heidegger und Karl Valentin, ihre genialische Verstärkung.“

Wolf Ebersberger, Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung

Süddeutsche Zeitung

„Bei Süßkow macht sich die vermeintlich bessere Gesellschaft nicht erst im zweiten Teil über die da unten lustig, sondern schon im ersten. Das ist eine clevere Wendung, damit spitzt die Regisseurin Schwabs Text noch einmal bitterböse zu, bevor das große Fressen seinen Lauf nehmen kann.“

Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung

Der Opernfreund

„Der Abend aber zeigt genau jene genaue Form, die die Figuren aus einem gefährlichen Realismusraum herausholt. Der Rest aber ist tatsächlich: die Wirklichkeit, nicht allein die Wirklichkeit des Theaters, am Ende: Kunst. (...) Dass man innerhalb eines grotesken Szenariums Werner Schwabs Sprache gleichzeitig sehr genau inszenieren und sprechen kann, ohne das Theater an eine scheinhafte Wirklichkeit zu verraten: Das ist schon sehr, sehr gut.“

Frank Piontek, Der Opernfreund

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