Staatstheater Nürnberg
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Ballett

Der Step­pen­wolf

Ein Tanzstück (Uraufführung) von Goyo Montero nach dem gleichnamigen Roman von Hermann Hesse

Samstag, 09.12.2023

11.00 - 12.30 Uhr

Matinée

Opernhaus

Erste choreografische Kostproben und ein einstimmendes Werkstattgespräch mit dem Kreativ-Team: Goyo Montero und seine künstlerischen Partner erläutern im moderierten Gespräch wesentliche Aspekte der Inszenierung. Zudem zeigt unser Ensemble choreografische Ausschnitte.

Steppenwolf header

Konzept, Choreografie und Inszenierung von Goyo Montero

Musik von Owen Belton (Neukomposition)

Uraufführung

Für seine Neukreation ließ sich Ballettdirektor Goyo Montero von Hermann Hesses 1927 veröffentlichten Werk „Der Steppenwolf“ inspirieren, das übrigens seit Beginn der Aufzeichnungen zum ersten Mal als Tanzstück auf eine Bühne gebracht wird. Hesse thematisiert in seinem Kult-Roman die tiefe Zerrissenheit einer Künstler-Persönlichkeit. Chefchoreograf Goyo Montero hat daraus ein immersives Stück entwickelt, welche die Zuschauerinnen und Zuschauer gezielt in das Geschehen auf der Bühne einbezieht. So wird jede Vorstellung zu einer ganz besonderen raumgreifenden und individuellen Erfahrung.

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Beschreibung

Goyo Montero beschäftigte sich in seinem Oeuvre bereits vielfach mit Werken der großen Weltliteratur. So schuf er in den vergangenen Jahren Tanzstücke u.a. zu Goethes „Faust“, Rostands „Cyrano de Bergerac“, Cervantes` „Don Quijote” und Shakespeares „A Midsummernight’s Dream”. Mit „Der Steppenwolf“ vertieft Montero die Linie seiner multidisziplinären Choreografien. Er investiert erneut in die vielfältigen Talente seines diversen Ensembles, welche auch im Kontext von Schauspiel und Live-Gesang unter Beweis gestellt werden.

Für sein aktuellstes Tanzstück ließ sich Goyo Montero maßgeblich durch das Werk und die Persönlichkeit des deutschen Aktionskünstlers Joseph Beuys inspirieren. Die Einflüsse aus diesem speziellen künstlerischen Kosmos sind im gesamten Ausstattungskonzept spürbar. Sie erstrecken sich über die Materialien, die das multifunktionale mobile Bühnenbild von Curt Allen Wilmer und Leticia Gañán auszeichnen bis hin zu den kunstvollen Masken und Kostümen, die Salvador Mateu Andujar für das Ensemble designt hat. Live-Aufnahmen sind Teil des künstlerischen Geschehens und machen im Verbund mit dem Videodesign von Álvaro Luna und dem raffinierten Lichtdesign von Martin Gebhardt das Publikum zu Mitspielenden.

Komponist Owen Belton, ausgewiesener Experte für zeitgenössische Tanzkomposition und langjähriger künstlerischer Partner Monteros, schuf für das Werk eigens eine vielschichtige Neukomposition. Die Musik ist eine faszinierende Mischung aus Elektronik, Gesang, Geräuschen und klassisch-orchestraler Instrumentation, welche die soghafte Atmosphäre des Geschehens noch vertieft.

Team

Konzept, Choreografie und Inszenierung

Musikalische Leitung (Zuspielung)

Bühne

Video

Lichtdesign

Licht

Neukomposition

Ballett-Dramaturgin

Termine und Besetzung

Besetzung am 09.12.2023

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Fotos
FOTO(S) © Jesús Vallinas
Pressestimmen
Süddeutsche Zeitung

„Ein furioses Tanzstück. (...) Weder Haller noch Beuys sind als durchgängige Figuren gezeichnet, vielmehr rauschen sie in mehrfachen Inkarnationen durchs Geschehen, das auf Text-, Tanz- und Soundebene gespiegelt und gebrochen wird. Je sinnlicher die Szene, umso betörender die Wirkung. (...) Die Tanzkompanie strahlt als vielgliedriger Organismus, als Bündnis ausdrucksstarker Persönlichkeiten, die Monteros zupackendes Bewegungsidiom von den Fuß- bis in die Fingerspitzen verinnerlicht haben.“

Dr. Dorion Weickmann, Süddeutsche Zeitung

Die Deutsche Bühne

„Um sein überzeugendes Figurenarsenal einzuführen, benötigt der Choreograf zu Beginn nur wenige Minuten. (...) Allein schon was Nürnbergs Ballettchef choreografisch mit diesen Ausstattungselementen anstellt, lohnt den Besuch seiner pausenlosen Neuproduktion. Mit einer unglaublichen Detailversessenheit hat sich Montero auf neues Terrain vorgewagt und mit seinem fantastischen Ensemble eine famos dichte, ideenreiche Tanztheater-Show in multimedialer High-End-Qualität auf die Bühne gebracht. (...) Was die international aufgestellte Ballettkompanie in dieser Inszenierungskombi aus Tanz, Schauspiel, Musik, Sound und Video über die komplexen rein choreografischen Herausforderungen hinaus leistet, ist beachtlich.“

Vesna Mlakar, Die Deutsche Bühne

Nürnberger Nachrichten

„Auf den Tanz bezogen überzeugt Monteros Stück als eine sehr intensive, quecksilbrig bewegliche Mischung aus sehnsuchtsvollen Soli, flüchtigen Pas de deux und insbesondere suggestiv stimmungsvollen Gruppenszenen. Die 27 Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie bewegen sich in dem komplexen, schnellen multimedialen Setting wie Fische im Wasser und nehmen jede spielerische und sonstige Herausforderung an. (...) Goyo Montero beweist in 'Der Steppenwolf' eindrücklich, dass er und sein Team den Tanz mit multi-medialen Mitteln zu einer verwirrend-faszinierenden Reise in die Innenwelt eines artifiziellen Individuums zu verdichten wissen. (...) 'Der Steppenwolf' ist in seinen vielen Spiegelungen nichts weniger als die faszinierende Endoskopie einer Psyche.“

Thomas Heinold, Nürnberger Nachrichten

Curt

„Monteros 'Steppenwolf' kondensiert das Treiben der Triebe, den Menschen zwischen Abgrund und Sehnsucht, Konvention und Tabubruch. (...) Das Premierenpublikum fand die 'Steppenwolf'-Variante mehrheitlich überwältigend und applaudierte ausgiebig.“

Andreas Radlmaier, Curt

susyQ

„Die Anforderung von Montero, der bereits seine Fähigkeit und sein Talent unter Beweis gestellt hat, große Werke mit zeitgenössischer Optik zu schaffen, ist dieses Mal noch ein wenig weiter gegangen, indem er Bedeutungsebenen und szenische Elemente von großem Niveau hinzugefügt hat, um eine immersive Erfahrung zu erzeugen. (...) Neben den vielfältigen, manchmal feinen, manchmal entfesselten Bewegungselementen, die die Qualität ihrer Form und die der Tänzer*innen, die sie umsetzen, zeigen, wollte Montero den Zuschauer „herausfordern“, der durch die Nähe zum Tanz und durch den Einsatz einer Live-Kamera, die ihn in einigen Szenen spiegelt, zur Mitwirkung aufgefordert wird.“

Sara Esteller, susyQ

Tanznetz

„Im Kleid eines immersiven Gesamtkunstwerks, wie es eine Bühne an einem Staatstheater nicht oft erlebt, fordert es das Publikum im übertragenen Sinne zum Mitdenken auf. (...) Und das Publikum lacht mit, bis einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Wow!“

Alexandra Karabelas, Tanznetz

Rezensöhnchen

„Goyo Monteros 'Der Steppenwolf' kombiniert verschiedene Kunstformen und versucht viele Interpretationsräume offenzulassen. Und dieses Konzept zeigt seine Wirkung: Nach einer Vielzahl von Überraschungen bleiben die Zuschauer*innen nach dem endgültigen Senken des Vorhangs verblüfft und einigermaßen verstört zurück. Der wilde Ritt durch die diversen Stimmungsbilder macht betroffen und zeigt die Emotionen der zerrissenen Hauptfigur deutlicher als so manches textlastigere Film- oder Theaterstück. Die Inszenierung ist anspruchsvoll und lässt das Publikum keinen Moment zur Ruhe kommen – wer aber kein klassisches Ballett erwartet und sich auf die besondere Kunstform der Performance Art einlassen möchte, ist dieser Tage im Staatstheater Nürnberg bestens aufgehoben.“

Nina Schäfer und Theresia Seisenberger, Rezensöhnchen

a3

„Zu erleben ist eine effektvolle multimediale Performance mit magischen Momenten, die auch das filmische Faible des inszenierenden Choreografen offenbaren. (...) Einmal mehr lohnte die Fahrt in Bayerns zweitgrößte Metropole, wo im ausverkauften Staatstheater ein bildgewaltiger Abend das Publikum mal irritierte (...), mal vereinnahmte und immer offensiv darum warb, sich konzentriert und offen auf den Abstecher ins rätselvolle Hesse-Universum einzulassen. (...) Es ist ein ästhetisch komplexes 'Höllen'-Spiel.“

Renate Baumiller-Guggenberger, a3

V-Das Studimagazin

„80 Minuten Tanz auf höchstem Niveau.“

Henrik Hölsch, V-Das Studimagazin

Dance Europe

„Goyo Montero hat einen riesigen Schritt aus seiner Komfortzone heraus gewagt und etwas kreiert, das sehr viel mehr ist als nur ein Tanzabend (...), ein ziemlich unorthodoxes, aber dennoch außergewöhnlich bemerkenswertes Stück Tanztheater.“

Alison Kent, Dance Europe

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