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Schauspiel

Phädra

von Jean Racine

Regie: Anne Lenk

Freitag, 23.04.2021

19:30 Uhr

anschließend Online-Nachgespräch

Online

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Phädra liebt ihren Stiefsohn Hippolyt – eine Leidenschaft, die für sie selbst, aber auch für alle anderen tabu ist. Außer sich vor Verzweiflung und grenzenloser Scham sucht sie einen Ausweg, aber ihre Handlungsoptionen scheinen begrenzt – schweigen und sterben. Doch selbst dieser Weg verschließt sich, als die plötzliche Meldung vom Tod ihres Gatten Theseus sie in politische Zwänge bringt – ihr zugleich aber auch ungeahnte neue Freiheit verheißt.
Regisseurin Anne Lenk wird im antiken, von Racine streng klassisch bearbeiteten Stoff, der zentralen Frage nachgehen, mit welchen Mechanismen weibliches Begehren unterdrückt oder in die Katastrophe geführt wird.

Wo und Wie?
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Online-Nachgespräch:
Im Anschluss findet ein Live-Nachgespräch mit beteiligten Künstler*innen statt, an dem man sich über den Chat und per E-Mail (live(a)staatstheater-nuernberg.de) beteiligen kann.


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Folgetermine sind in Planung.

Team

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Termine und Besetzung

Besetzung am 23. April 2021

April 2021

  • Fr., 23.04.2021, 19:30 Uhr

Mai 2021

Zusätzliche Informationen

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Fotos
Foto(s) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
Nachtkritik

„Es ist großartig, wie Ulrike Arnold es schafft, ein nude-farbenes, ihr eng auf den Leib geschneidertes und augenscheinlich weiches Kostüm als eine Art Panzer zu tragen. In Lenks Ansatz ist (…) Phädras Tragödie die einer zum ersten Mal verliebten älteren Frau, die ihrer eigenen Liebeswürdigkeit nicht mehr traut. Lenks Inszenierung setzt auf eine Mischung aus Spannung und Distanz: Das Ensemble hat sich so weit zu den fremden Blankversen hin gestreckt, dass man ihnen wunderbar folgen kann (…) Ihrem präzisen Schauspielertheater kommt die unaufgeregte Bildregie von Sami Bill freundlich entgegen."

Sabine Leucht, Nachtkritik.de

rbb Kultur

„Anne Lenk verschiebt die Akzente (…) Einen Moment lang (ist) unklar, ob (Hippolyt) bloß Mitgefühl für Phädra empfindet, oder eine Liebe aufkeimt. (…) Erstaunlich, wie lebendig die harten, in Stein gemeißelten Verse Racines, von Schiller übersetzt, aus dem Mund der Schauspielerin Ulrike Arnold sprudeln. (…) Ein erstaunlich erfrischender, ein empathischer Blick, mit dem die Regisseurin die reife, begehrende Frau einen Schritt aus der Selbstkasteiung heraustreten lässt, bevor sie untergeht."

Barbara Behrendt, rbb Kultur

Süddeutsche Zeitung

„(Man) erlebt (…) aufregende eineinhalb Stunden, packend, wahr. (…) Im Sprechen erschaffen sich die Figuren, und alle auf der "Bühne" machen sich die Sprache mit jener perfekten Ambivalenz zu eigen, die keineswegs den kunstvollen Bau negiert, aber durchdrungen ist von Menschlichkeit. Man hört fasziniert zu. Allen, vor allem Ulrike Arnold, der der "Venus' furchtbare Gewalt" in den Körper gefahren ist, so dass die Fassade der perfekten Politikergattin aufbricht, nur der Helm der Frisur bleibt. Arnolds wehes Lächeln ist schmerzvoller Zauber. (…) Lohnt sich."

Egbert Tholl, Sueddeutsche Zeitung

Nürnberger Nachrichten

„(W)eil Ulrike Arnold eine so hervorragende Schauspielerin ist, wirkt dieses Seufzen der Phädra so doppeldeutig und dramatisch zerrissen wie sie selbst. (…) (D)iese Geschichte unglücklicher Liebe (…) entwickelt einen leisen Sog, der – wie ein besserer Film von David Lynch – sowohl dämonisch als auch immer wieder komisch sein kann. (…) (E)ine kluge ruhige Sprachregie, die Racine – in Schillers Übersetzung – gar nicht gestrig klingen lässt."

Wolf Ebersberger, Nürnberger Nachrichten

FAZ

„Anne Lenk (…) setzt ganz auf die intensiven, erotisch aufgeladenen Binnenenergien. (…) Das ausgezeichnete Ensemble (…) spielt souverän und fesselnd über die Entfernungen hinweg. (…) In ihrer so eindrucksvollen wie eleganten Inszenierung führt Anne Lenk das alte Stück einleuchtend in die Gegenwart, sperrt die Welt aus und lotst sie damit erst recht wieder zurück. Am Schluss ist das akustisch verfremdete Rauschen des Meeres (Musik: Kostia Rapoport) verebbt wie der Strom der Worte, nur die Vögel zwitschern (…). Das Theater ist zwar geschlossen, aber es holt uns trotzdem ein."

Irene Bazinger, FAZ

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