Staatstheater Nürnberg
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Schauspiel

Erste Staf­fel. 20 Jahre Großer Bruder (UA)

von Boris Nikitin mit Texten aus dem Reality-TV, von Orwell und anderen

Regie: Boris Nikitin

Samstag, 16.05.2020

19.30 Uhr

Vorstellung

19:00 Uhr Einführung

Schauspielhaus

Abo E

VORSTELLUNG ENTFÄLLT – Aufgrund der anhaltenden Corona-Virus-Ansteckungsgefahr hat der Stiftungsrat der Stiftung Staatstheater Nürnberg den Vorstellungsbetrieb bis zum Ende der Spielzeit 2019/20 für beendet erklärt.

Erste Staffel header

Kurz nach der Jahrtausendwende. Schröder ist Kanzler, Britney Spears in den Charts, Mohammed Atta ein unbekannter Student in Hamburg. Und eine Handvoll Unbekannter bezieht einen Container, um sich vom TV-Publikum beobachten zu lassen. Ein scheinbar harmloser Wettbewerb, der einen ungeahnten – und heute fast vergessenen – Skandal und Medien-Hype auslöst. Es ist der Beginn eines neuen Zeitalters, den Nikitin rekonstruiert: Das Private wird schamlos zur Schau gestellt, Sichtbarkeit wird zur neuen Arbeit und Aufmerksamkeit zur Leitwährung. Aus Realität ist Reality geworden – mit allen Konsequenzen.

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FOTO(S) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
BR24

„Das ist diese neue Welt der Reality, der inszenierten Realität, eine Realität, in der von Menschen ganz wesentlich verlangt wird, dass sie sichtbar sind und diese Sichtbarkeit als ihre Konkurrenzmasse preisgeben.“

Thibaud Schremser, BR24

Nürnberger Nachrichten

„Was das straff angelegte Stück neben subtilem Humor und dem erfrischend präsent, lustvoll und lebensecht agierenden Ensemble so attraktiv macht, ist seine Relevanz.“

Birgit Nüchterlein, Nürnberger Nachrichten

Bayerische Staatszeitung

Wenn Türen oder Rollladen des Containers geschlossen werden, bleibt doch nichts verborgen: Bühne ist nicht nur, was man sieht, sondern nach Castorfs Vorbild, was einem die Videokameras zeigen: Befriedigung aller voyeuristischen Gelüste, alles, was die Insassen an Psychosen, Obsessionen, Aggressionen bis hin zur finalen Deformation entwickeln. (...) bürgerliche Ödnis zwischen Alpenveilchen und Spaghettifraß breitet sich mehr und mehr zwischen den hingebungsvoll spielenden Akteuren Julia Bartolome, Tjark Bernau oder Süheyla Ünlü aus.

Uwe Mitsching, Bayerische Staatszeitung

Nachtkritik.de

„Manchmal gibt es Ideen, die so gut sind, dass eigentlich kaum vorstellbar ist, dass ein Mensch sie zuerst hatte. Zum Beispiel diese: Die erste Staffel der TV-Sendung "Big Brother" in Deutschland als Anfang einer Entwicklung zu betrachten, die unsere Art, die Wirklichkeit zu sehen und in Kontakt zueinander zu treten, komplett verändert hat. (...) Die stärksten Momente erlebt die Inszenierung, wenn ihre angebliche Rekonstruktion am offensichtlich stärksten verfremdet ist (...) Und noch eine (möglicherweise komplementäre) Entwicklung scheint schon in Big Brother angelegt oder sichtbar geworden: die zum (Rechts-)Populismus.“

Max Florian Kühlem, Nachtkritik.de

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