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Schauspiel

Alpha (UA)

Ein Abend über Männlichkeit mit Liedern von Frauen

Regie: Manuel Schmitt

Freitag, 17.01.2020

19:30 Uhr

Kammerspiele

Alpha 3KO 1026 header

von Vera Mohrs, Manuel Schmitt und Christina Zintl

Männerstimmen, Männerbilder, Männerfragen: Wer sind Männer heute? Wann darf ein Mann ein Mann sein? Darf er Schwäche zeigen? Welche Rolle nehmen Männer ein und wo verbiegen sie sich in scheinbar vorgegebenen Mustern? Und wie klingt es, wenn sie darüber singen? Hausmusikerin Vera Mohrs, die bereits „Die Musik war schuld“ mit kreiert hat, hat auch für „Alpha“ wieder Lieder bekannter Interpretinnen mit eigenen Arrangements und Kompositionen verschränkt. Im neuen Liederabend singen die Schauspieler nicht nur, sondern stehen auch als Band auf der Bühne und spielen zahlreiche Instrumente.

Beschreibung

Männlichkeit und Männlichkeitsbilder werden spätestens seit der #metoo Debatte kontrovers diskutiert. Der klassische (Alpha-)Mann ist ziemlich aus der Mode gekommen. Wie kann man aktuell über Männlichkeit sprechen ohne dabei alle Männer unter einen unverdienten Generalverdacht zu stellen? Worum kann es bei einer Suche unter dem Unstern „Alpha“ gehen? Und noch dazu mit Liedern von Frauen?

Und warum überhaupt Lieder von Frauen? „Let's exchange the experience“, singt Kate Bush im Jahr 1985 in ihrem Song „Running up that hill“ und bittet den lieben Gott um einen Deal, der es Mann und Frau ermöglicht die Perspektiven zu tauschen, um ein größeres Verständnis zwischen den Geschlechtern zu entwickeln. Diesem Wunsch folgend legt das Team in „Alpha“ Lieder weiblicher Komponistinnen und Texterinnen in die Münder männlicher Schauspieler und untersucht, an welchen Stellen eine Reibung durch diesen Perspektivwechsel entsteht. Wo erschließen sich neue Dimensionen von Männlichkeit durch Ausdrucksformen und Inhalte, die in der Popkultur als traditionell eher weiblich wahrgenommen werden?

Zwischen konservativen Rollenbildern und vielschichtigen Ansprüchen an den modernen Mann versucht „Alpha“ ein Panorama an szenischen und musikalischen Möglichkeiten zeitgenössischer Männlichkeit aufzuzeigen und damit die Perspektiven auf das Phänomen Männlichkeit zu vervielfältigen. Dabei bezieht der musikalische Abend die Zuschauer und ihre individuellen Männlichkeits- und Selbstbilder mit ein. Auf der Bühne antworten die Protagonisten stellvertretend für das Publikum auf Fragen zu Männlichkeit.

Es ist nun schon über 35 Jahre her, dass Ina Deter mit „Neue Männer braucht das Land“ eine Hymne der Frauenbewegung schuf und diese Formulierung zum geflügelten Wort im deutschen Sprachgebrauch wurde. In „Alpha“ stellt das Team diese Forderung neu zur Disposition: Was sind die Erwartungen, denen Männer sich heute stellen müssen? Und wie klingt es, wenn sie darüber singen? Die mutigen Protagonisten in „Alpha“ stellen sich diesen Fragen nicht nur sängerisch, sondern auch als Band.

Team

Musikalische Leitung

Regie

Bühne und Kostüme

Dramaturgie

Termine und Besetzung

Besetzung am 17. Januar 2020

Zusätzliche Informationen

Bitte beachten Sie, dass im Schauspiel in der Regel weitere Vorstellungstermine in Planung sind.

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(Festnetz 3,9 ct/Min; Mobilfunk bis 42 ct/Min)

Fotos
Foto(s) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
Die Deutsche Bühne

"(Die Songs sind) neu und erfreulich eigenwillig arrangiert von Bandleaderin Vera Mohrs, die ihre umwerfenden Sponti-Musikanten zwischen großem Schlagzeug, jaulender E-Gitarre, Kita-Glockenspiel und Blockflöte mit lockerer Hand durch den Sound-Dschungel geleitet."

Nürnberger Nachrichten

"Die mehrstimmig singende Herrenrunde ist einfach hinreißend, als toller Sänger fällt dabei besonders Nicolas Frederick Djuren auf."

  • Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten
Nürnberger Zeitung

"Die eigenen Vorstellungen von Männlichkeit zu überprüfen (was die weiblichen Zuschauer nicht ausnimmt) und dabei auch noch musikalisch herausgefordert zu werden, sorgt für zwei pralle wie überraschende Stunden."

  • Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung
Bayerische Staatszeitung

"Ganz herrlich macht das Cem Lukas Yeginer, der eine stolze Mutter mimt, die ihren Sohn zum ersten Mal auf der Bühne sieht."

  • Uwe Mitsching, Bayerische Staatszeitung

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