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Schauspiel

Paul Anton Neu­rath

Paul Anton Neurath

Paul Anton Neurath, geb. 1952, verbrachte seine Kindheit und Jugend u.a. in Nürnberg, Danzig und Lubljana, er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Erlangen, später Informatik an der TU München. Bereits während seines Studiums erregte er mit Texten an der Schnittstelle von Philosophie und Informatik Aufmerksamkeit in wissenschaftlichen Kreisen, in denen er jedoch Zeit seines Lebens nicht unumstritten blieb, so etwa mit seinem Werk über „Die Maschine als Geist-Materie Komplex“. Nach einem längeren Aufenthalt in Portugal und Angola, während des dortigen kubanischen Militäreinsatzes, kehrte er 1979 nach Franken zurück. Ab 1981 war er am Staatstheater tätig, zunächst als Pförtner, bevor ihn Hansjörg Utzerath 1982 als Dramaturg in sein Team holte. In der folgenden Spielzeit forderte er das bisherige Selbstverständnis des Staatstheaters heraus - insbesondere mit der wegweisenden und polarisierenden Reihe „R3ALI7A373EN“ - kehrte jedoch 1983 auf eigenen Wunsch an die Pforte des…

Paul Anton Neurath, geb. 1952, verbrachte seine Kindheit und Jugend u.a. in Nürnberg, Danzig und Lubljana, er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Erlangen, später Informatik an der TU München. Bereits während seines Studiums erregte er mit Texten an der Schnittstelle von Philosophie und Informatik Aufmerksamkeit in wissenschaftlichen Kreisen, in denen er jedoch Zeit seines Lebens nicht unumstritten blieb, so etwa mit seinem Werk über „Die Maschine als Geist-Materie Komplex“. Nach einem längeren Aufenthalt in Portugal und Angola, während des dortigen kubanischen Militäreinsatzes, kehrte er 1979 nach Franken zurück. Ab 1981 war er am Staatstheater tätig, zunächst als Pförtner, bevor ihn Hansjörg Utzerath 1982 als Dramaturg in sein Team holte. In der folgenden Spielzeit forderte er das bisherige Selbstverständnis des Staatstheaters heraus - insbesondere mit der wegweisenden und polarisierenden Reihe „R3ALI7A373EN“ - kehrte jedoch 1983 auf eigenen Wunsch an die Pforte des Staatstheaters zurück, bevor er sich 1984 vom Theater abwandte und in die USA ging. Dort arbeitete er im Team von Terrence J. Sejnowski und Charles Rosenberg an NETtalk und setzte erfolglos seine Zusammenarbeit mit John C. Lilly an dessen Konzept eines „Human Biocomputers“ fort. Ende der 80er Jahre gründete er mit „Lab.“ seine eigene Firma und widmete die letzten Jahre seines Lebens fast ausschließlich der Programmierung eines experimentellen Computergames, das jedoch nie fertig gestellt wurde. In dieser Zeit zog Paul Anton Neurath sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurück, trat einzig durch kryptische und rätselhafte Wortbeiträge in Regionalzeitungen, u.a. durch Leserbriefe, in Erscheinung. Im Oktober 1992 erschien sein letzter öffentlicher Vortrag über „Das Spiel als Ausgang aus der Unmündigkeit“, vorgetragen durch einen „Chor der inneren Obdachlosigkeit“ hier am Staatstheater. Seitdem gilt er endgültig als verschollen.

Foto @ Staatstheater Nürnberg

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