Staatstheater Nürnberg
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Schauspiel

Harald Wolff

Harald Wolff

Dramaturgie, Direktion

Chefdramaturg/Stellvertretender Schauspieldirektor

Theater machen heißt, die Welt als veränderbare zu begreifen: Harald Wolff versteht Theater als Orte der starken künstlerischen Setzungen, der öffentlichen Verständigung und der Schaffung gesellschaftlicher Erzählungen in einer Ästhetik der Vielfalt und Verbundenheit. Nach einem Studium der Germanistik und Philosophie an der Georg-August-Universität Göttingen hat Wolff 10 Jahre als Regisseur in der Freien Szene in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (FFT) und an Stadttheatern gearbeitet und war langjähriges Vorstandsmitglied des Landesverbandes Freier Theater in Niedersachsen, bevor er 2009 als Chefdramaturg ans Rheinische Landestheater in Neuss ging und seitdem Dramaturg für alle Kunstgattungen am Theater Aachen (2011-2016), Dramaturg für alle Sparten am Staatstheater Braunschweig, als Gast in St. Gallen und Tübingen und 2018 bis 2020 Chefdramaturg des Stadttheater Gießen und Spartenleiter des dortigen Schauspiels war.

Von dort ging er 2020 für den Neustart der Intendanz Mundel als Dramaturg und Mitglied des künstlerischen Leitungsteams an die Münchner Kammerspiele, bevor er 2022 als künstlerischer Betriebsdirektor an die Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, einem innovativen Modellprojekt für digitale Innovation und künstlerische Forschung, wechselte. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist Harald Wolff Chefdramaturg des Schauspiels am Staatstheater Nürnberg.

Wolff war von 2016 bis 2024 im Vorstand und seit 2018 der Vorsitzende der Dramaturgischen Gesellschaft, die als künstlerischer und diskursiver Impulsgeber über 800 Theatermacherinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum vereint. Er hat sich in dieser Funktion früh gegen autoritäre Tendenzen gewandt und ist u.a. Ideengeber und Mitinitiator der bundesweiten kulturpolitischen Gesprächsreihe „40.000 Theatermitarbeiterinnen treffen ihre Abgeordneten“, die nach dem Verbindenden in der politischen Auseinandersetzung sucht und wesentliche Impulse zur Verbesserung der Arbeitssituation und finanziellen Ausstattung von Theatern gesetzt hat, und für die Wolff gemeinsam mit Gregor Sturm und Lisa Jopt mit dem Innovationspreis des wichtigsten deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet wurde. Wolff hat zuletzt den Open-Port-Preis für junge Regie für das PAD-Festival Wiesbaden initiiert und co-kuratiert, zahlreiche Workshops für Regiestudierende unterschiedlicher deutscher Regiestudiengänge entwickelt und war seit 2016 regelmäßiges Jury-Mitglied des Kleist-Förderpreises für junge Dramatik und Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste. Aktuell ist er gastweise an der August-Everding-Akademie als Mentor für Regie engagiert.

Foto © Julia Puder

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