Staatstheater Nürnberg

Drama

Das Schloss

Audiowalk nach Motiven von Franz Kafka

Directed by: Kieran Joel

Friday, 16/07/2021

07.50 PM

Karl-Pschigode-Platz

Audiowalk

Einen weiten Weg hat der Landvermesser K. hinter sich, als er am Dorf ankommt. Es ist spät, ein bitterkalter Winter, doch er darf nicht im Wirtshaus übernachten. Seine Anstellung, die ihn hergeführt hat, wird ihm verwehrt. Der Grund dafür bleibt ebenso im Dunkeln wie die Natur des Schlosses, jener geheimnisvollen Behörde, die das Geschehen im Dorf bestimmt. K. beginnt einen aussichtslos scheinenden Kampf um seine Anerkennung. Und jedes Mal, wenn er versucht, dem Schloss nahe zu kommen, scheint es sich zu entfernen.

In der auf unergründliche Weise bedrohlichen Welt von Kafkas „Schloss“ scheint immer wieder die Gegenwart durch. K. ist mit einer Situation konfrontiert, die er nicht versteht. Er muss mit Regeln und Anweisungen zurechtkommen, die sich im nächsten Moment wieder ändern. Er steht einem Feind gegenüber, den er nicht sehen kann. Er wird immer wieder darauf gestoßen, dass er fremd ist. Immer wieder versucht er einer Situation habhaft zu werden, die er nicht kontrollieren kann.

In unserem Audiowalk spazieren die Zuschauer*innen in Gruppen begleitet von einem Guide vom Theater Richtung Burg. Auf den Kopfhörern entfaltet sich dabei in einem von Mitgliedern des Schauspielensembles eingesprochenen Hörspiel Kafkas Romanwelt und verbindet sich mit dem Stadtraum, der zur Kulisse wird. Und so erscheint das altbekannte in neuem Licht. Die Straße der Menschenrechte wird zur Schneelandschaft, die Burg zum Schloss. Ist der Passant da gerade eigentlich zufällig an mir vorbeigelaufen? Und je näher wir der Burg kommen, desto kafkaesker wird auch der Spaziergang selbst.

Der Audiowalk durch die Stadt ist nicht barrierefrei.

Team

Directed by

Bühne und Kostüme

Dramaturgie

Sounddesign

Künstlerische Produktionsleitung

Photos
PHOTO(S) © Konrad Fersterer
Press reviews
BR Hörfunk

„Und los geht das Kopfkino! (…) Faszinierend dabei: Die Audiowalker drehen sich immer wieder spontan um, schauen, ob das jeweilige Geräusch aus der Stadt kommt oder aus dem Kopfhörer. (…) Super!“

BR-Hörfunk von Matthias Rüd

Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung

„Man kriegt am Treffpunkt kabellose Kopfhörer aufgesetzt, (…) in der Gruppe (gleitet man) durch die pulsierende City und ist doch ganz weit weg von allem, weil man sich quasi in der Geschichte bewegt. Vor allem technisch ist das großartig gelöst: Das Hörspiel – bekanntlich das „Theater im Radio“ – ist vorzüglich produziert (...), mit Musik und Geräuschen, die das komplette Stereofeld ausloten und für manch einen Verwirrungs- bzw. Verfremdungsmoment sorgen“.

Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung

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