Staatstheater Nürnberg
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Opera

Die Ita­lie­ne­rin in Algier

Oper von Gioacchino Rossini

Sunday, 03/11/2019

07.00 PM - 09.50 PM

Performance

18:30 Uhr Einführung

Opernhaus

Abo BR1, Abo BR2

WA-Die-Italienerin-in-Algier-249

Text von Angelo Anelli, nach seinem Libretto für das gleichnamige Dramma giocoso von Luigi Mosca

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Koproduktion mit dem Théâtre du Capitole Toulouse

Laura Scozzis rasante Interpretation von Rossinis Opera buffa kehrt auf die Nürnberger Opernbühne zurück: Europäische Arbeiter kommen als Wirtschaftsflüchtlinge nach Nordafrika, wo der reiche Algerier Mustafà unter seinen Sexsklavinnen auf der Suche nach echter Liebe ist. Mit viel Humor verdreht Laura Scozzi die Ausgangslage von Rossinis rasanter Komödie und inszeniert einen turbulenten Kampf der Geschlechter – verlegt in ein visionäres Jahr 2048.

Description

Weniger als einen Monat benötigte der 21-jährige Gioacchino Rossini angeblich, um 1813 seine Opera buffa „Die Italienerin in Algier“ für das Teatro San Benedetto in Venedig fertigzustellen. Die Uraufführung geriet zum sensationellen Erfolg, der schon bald zahlreiche Aufführungen an den großen europäischen Opernhäusern folgten. Musikalisch ist das Werk den sogenannten „Türkenopern“ zuzuordnen, die der damaligen Mode entsprachen und zu denen auch Mozarts „Entführung aus dem Serail“ zählt.

Die italienisch-französische Regisseurin Laura Scozzi bringt mit ihrer ebenso witzigen wie fantasievoll-verspielten Inszenierung von Rossinis Komödie ihre sechste Arbeit am Staatstheater Nürnberg auf die Bühne. Scozzi analysiert darin in erster Linie die Machtverhältnisse zwischen einer selbstbewussten und emanzipierten Frau und einem selbstherrlichen Macho. Das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Kulturen, von Orient und Okzident spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Vielmehr ist Scozzis Konzept ein Blick in die Zukunft und zeigt eine „verkehrte Welt“: Schon lange ist Europa kein Zufluchtsort für Flüchtlinge und Arbeitsmigranten mehr. Stattdessen müssen die Europäer aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage in Europa ihr Glück in der Ferne suchen. So gelangt der Italiener Lindoro per Boot über das Mittelmeer nach Algerien, wo Mustafà, ein einflussreicher Politiker und Lebemann die Not der Europäer ausnutzt. Er nimmt ihnen die Pässe ab und lässt sie als rechtlose Arbeiter für sich schuften. Währenddessen vergnügt er sich mit seinen Gespielinnen – bis Isabella, Lindoros Geliebte, in Algier auftaucht. Sie möchte Mustafà gerne als neue Trophäe in seinen Harem eingliedern…


Die gebürtige Mailänderin Laura Scozzi inszenierte unter anderem „Les Indes galantes“ von Jean-Philippe Rameau 2012 am Théâtre du Capitole de Toulouse sowie am Staatstheater Nürnberg Berlioz’ „Benvenuto Cellini“, Mozarts „Die Zauberflöte“ und Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ sowie Rossinis „Die Reise nach Reims“, für die sie eine Nominierung für den Theaterpreis DER FAUST erhielt. Das Bühnenbild mit einer für die zahlreichen Szenenwechsel installierten Drehbühne entwickelte Natacha Le Guen de Kerneizon, die Kostüme gestaltete die israelische Bühnen- und Kostümbildnerin Tal Shacham.

Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit dem Théâtre du Capitole Toulouse.

Foto © Ludwig Olah

Photos
PHOTO(S) © Ludwig Olah

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