Oper aktuell: Wozzeck

Montag, 13.02.2017 um 18:00 Uhr, Gluck-Saal
Mit freundlicher Unterstützung:
Oper in drei Akten (15 Szenen) von Alban Berg
: Text nach dem Drama „Woyzeck“ von Georg Büchner
: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
In der Einführungs-Soirée „Oper aktuell: Wozzeck“ haben Sie vor der Premiere die Gelegenheit, sich über die Hintergründe von Stück und Inszenierung zu informieren. Mitglieder des Leitungsteams der Produktion stellen im Gespräch mit den Dramaturgen/innen ihre Deutung des Stoffes vor. Die Soiree ist inklusive eines Probenbesuchs.
Der Soldat Wozzeck wird von seinem Hauptmann gedemütigt; der Doktor missbraucht ihn für medizinische Experimente; seine Geliebte Marie lässt sich mit dem großmäuligen Tambourmajor ein. Die Welt des Soldaten Wozzeck verrückt sich für ihn immer mehr, er hört Stimmen aus der Erde und fühlt sich verfolgt. Am Ende steht ein Mord.
Als der Komponist Alban Berg kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges das 1835 entstandene Drama „Woyzeck“ von Georg Büchner kennenlernte, beschloss er spontan, aus diesem Stoff eine Oper zu machen. Ihn faszinierte die Geschichte des geschundenen Soldaten, die Büchner in knappen Szenen und einer reduzierten, fast verkrüppelten Sprache auf die Bühne gebracht hatte. Büchners Drama handelt von Menschen am Rande der Gesellschaft, die sich mit Sprache nur unvollkommen ausdrücken können. Genau hier setzt Berg an und gibt dem einfachen Soldaten Wozzeck mit seiner expressiven Musiksprache einen unmittelbaren Ausdruck, in dem er alle Formen der menschlichen Stimme vom Gesang über das Sprechen bis zum Schrei für sein Drama benutzt. Die „Wozzeck“-Uraufführung 1925 in Berlin war ein wegweisendes Datum der modernen Oper. Ähnlich wie der von ihm verehrte ... [mehr]

Besetzung

: Musikalische Leitung: Gábor Káli
: Inszenierung: Georg Schmiedleitner
: Kostüme: Alfred Mayerhofer
: Chor: Tarmo Vaask
: Dramaturgie: Kai Weßler