Staatstheater Nürnberg
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Oper

Xerxes

Dramma per musica von Georg Friedrich Händel

Samstag, 24.11.2018

19:30 - 22:25 Uhr

Premiere

Anschließend Premierenfeier
19:00 Uhr Einführung

Opernhaus

Abo P

Xerxes 01

nach einem Libretto von Silvio Stampiglia

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein König verliebt sich in einen Baum. Dann in eine Frau. Aber nicht in die, die ihn liebt. Die Frau, die er liebt, liebt seinen Bruder. Die Schwester der Frau ebenfalls. Der König will durchgreifen. Das ist gefährlich – für ihn, für alle anderen, für die Liebe. Denn die fällt hin, wo sie will.

Beschreibung

Irgendwen muss der Mensch doch lieben! König Xerxes hat Amastre verlassen und hofft auf eine neue Liebe. In der Zwischenzeit verliebt er sich in eine Platane und singt für sie eine der schönsten Arien der Operngeschichte, „Ombra mai fù“: „Nie war der Schatten von etwas Pflanzlichem lieber, liebenswerter und süßer.“ Während Xerxes den Baum anschmachtet, dreht sich um ihn das Liebeskarussell in wilder Fahrt. Arsamene, der Bruder des Königs, liebt Romilda, in die sich auch Xerxes verliebt, als er mit der Pflanze fertig ist. Atalanta liebt Arsamene. Amastre liebt Xerxes, trotz allem und zunehmend verzweifelt. Keiner aus diesem Quintett lässt etwas unversucht, das die Bewegung der Herzen in seine oder ihre Richtung lenken könnte. Aber Gefühle können störrisch sein, widerspenstig, keinem Willen unterworfen: manchmal allzu treu, dann wieder flatterhaft und leicht in jeder Brise dieser ruhelosen Handlung aus Intrigen, heißen Tränen und sehr komischen Verwechslungen.

In seiner Oper „Xerxes“ macht sich Händel einen Spaß aus der Liebe. Er steigt nicht in die Abgründe der menschlichen Seele, sondern zeigt eine Gruppe junger Menschen auf der Suche nach sich selbst im anderen. Auf sehr vergnügte Weise hat Händel in „Xerxes“ mit vielen Konventionen der Opera seria gebrochen: Die Arien sind kürzer, liedhafter, tänzerischer als in anderen Opern, Tragik und Komik liegen immer nur einen Herzschlag voneinander entfernt.

Team

Musikalische Leitung

Regie, Bühne, Kostüme

Grafikdesign

Dramaturgie

Video

Licht

Weitere Termine & tagesaktuelle Besetzung

Tagesaktuelle Besetzung am 24. November 2018

Wolfgang Katschner

Musikalische Leitung

Almerija Delic

Serse (Xerxes)

Zvi Emanuel-Marial

Arsamene

Martina Dike

Amastre

Nicolai Karnolsky

Ariodate

Julia Grüter

Romilda

Andromahi Raptis

Atalanta

Wonyong Kang

Elviro

Staatsphilharmonie Nürnberg

Orchester

Zusätzliche Informationen

Ihr Wunschtermin ist dabei, aber noch nicht im Vorverkauf? Kein Problem, Sie können Ihre Karten vormerken lassen!

Die Kolleg*innen der Theaterkasse werden Sie dann entsprechend kontaktieren.

Nennen Sie uns dafür einfach den gewünschten Termin:

per E-Mail: info@staatstheater.nuernberg.de
oder telefonisch unter +49-(0)180 / 1-344-276
(Festnetz 3,9 ct/Min; Mobilfunk bis 42 ct/Min)

Fotos
Foto(s) © P. Malinowski
Pressestimmen
BR Klassik

"Der Plot von Händel wirkt in diesem Setting jedoch erstaunlich unaufgesetzt. Das temporeiche Verwirrspiel um die Liebe lässt sich tatsächlich mühelos in den Kontext einer Jugend- und Subkultur von heute versetzen - zumindest in dieser rundum gelungenen Aufführung. Ein kurzweiliger Abend."

  • Detlef Krenge, BR Klassik
Die Deutsche Bühne

"Frauen und Männer sind Mädchen und Jungen, die wie Frauen und Männer fühlen. Aufgeheizt vom 'Feuer der Liebe', das noch vom Original herüberlodert, stürzen sie sich in behauptungsfreudig hochgewirbelten Beziehungsstress im öffentlichen Raum, wo mit der geballten Weisheit eines sportiven Endlos-Workshops nach Gegenwartsspuren in der Opern-Konvention gebohrt wird."

  • Dieter Stoll, Die Deutsche Bühne
Süddeutsche Zeitung

"Hier ist die Partitur noch um ein knappes Drittel verdichtet und wird von der Staatsphilharmonie Nürnberg mit wenigen Spezialisten an Theorbe, Barockgitarre und Cembalo unter Leitung des Barock-Spezialisten Wolfgang Katschner bewundernswert prägnant und präzise zum Leben erweckt (...)"

  • Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung
Nürnberger Nachrichten

"Im halb hochgefahrenen Orchestergraben hatte der unaufgeregt, aber mit viel Übersicht dirigierende Wolfgang Katschner ein einsatzfreudiges Consort samt zweier Cembali und Theorben um sich versammelt, mit dem er eine breite Klangfarbenvielfalt, variantenreiche Instrumentaleffekte und rhythmische Finesse in die Sache brachte."

  • Jens Voskamp, Nürnberger Nachrichten
Nürnberger Zeitung

"(...) dort werden eifrig falsche Botschaften lanciert oder richtige fehlgeleitet, der so skurrile wie flugs die Geschlechterrollen wechselnde Bote Elviro beschleunigt die Fehlkommunikation erheblich und treibt die verzwickte Handlung voran, die von Verlustangst und Eifersucht geprägt ist. Der Regie gelingen hier ungewöhnliche, aber treffende Porträts der Protagonisten."

  • Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung
Bayerische Staatszeitung

"Man merkt: die Franzosen zielen auf junges Publikum. Peppen das Ganze mit herrlich quietschbunten Kostümen zwischen Herrscherprotz und Jumpsuit auf (...)"

  • Uwe Mitsching, Bayerische Staatszeitung
bachtrack

"Auch das Nürnberger Xerxes-Projekt versteht sich als Installation für einen einzigartigen Ort: nicht im Königshaus am fernen Hellespont, sondern in die Skaterszene am Nürnberger Kornmarkt wird die Handlung verortet, in einer befahrbaren Halfpipe werden Besitzansprüche ausgetragen, gradezu artistische Skate-Runs symbolisieren das Auf und Ab von Gefühlen zeitgenössischer Teens und Twens."

  • Michael Vieth, bachtrack.com

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