Staatstheater Nürnberg
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Schauspiel

Schä­del X

Postkoloniale Lecture Performance

Regie: Sophia Stepf

Regie: Sophia Stepf

Samstag, 17.11.2018

20:00 Uhr

Im Rahmen der Internationalen Reihe Import/Export
Im Anschluss "Tanzen mit Musik"

3. Etage

Schädel-X Header

Gastspiel FLINN Works, Berlin

In den Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende menschliche Schädel aus aller Welt, oft aus den ehemaligen Kolonien. Einer dieser Schädel bildet das Zentrum der Lecture Performance der international arbeitenden Theatergruppe FLINN WORKS. Zwei biografische Geschichten kreisen um ihn. Sie führen von Tansania und Deutschland über Archive, Konsulate, Schlachtfelder und Labore durch die deutsche Kolonialgeschichte ins Innerste des eigenen Schädels. Mit (medizin-)historischen Dokumenten und O-Tönen verbinden sie sich zu einer skurrilen Irrfahrt zwischen Wissenschaft, Politik und Theater.

Beschreibung

In den Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende menschliche Schädel aus aller Welt, oft aus den ehemaligen Kolonien. Zum überwiegenden Teil entstammen diese Schädel einem Unrechtskontext, sie wurden ausgegraben oder von den Leichen hingerichteter „Aufständischer“ abgetrennt und als Trophäe nach Deutschland gebracht. In anthropologischen Instituten betrieben Wissenschaftler Forschung an diesen Schädeln zur Untermauerung der Rassenlehre.

100 Jahre später mehren sich Forderungen nach einer würdevollen Behandlung und Rückgabe dieser Schädel an die Nachfahren. Zögerlich beginnen Universitäten und Museen mit der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels ihrer Geschichte. Die erste offizielle Rückgabe von Herero- und Nama-Schädeln an Namibia entwickelte sich aber zum diplomatischen Desaster, als die Politik in Berlin die angereiste Namibische Delegation weitgehend ignorierte. Zudem ist es schwierig herauszufinden, woher die Schädel genau stammen. In den wenigsten Fällen können sie einem Individuum zugeordnet werden. Und es stellt sich die Frage, ob Untersuchungen zur Herkunft der Schädel diese nicht erneut entwürdigen.

Einer dieser Schädel bildet das Zentrum der Lecture Performance. Zwei biografische Geschichten kreisen um ihn. Sie führen von Tansania und Deutschland über Archive, Konsulate, Schlachtfelder und Labore durch die deutsche Kolonialgeschichte ins Innerste des eigenen Schädels. Mit (medizin-)historischen Dokumenten und O-Tönen verbinden sie sich zu einer skurrilen Irrfahrt zwischen Wissenschaft, Politik und Theater.

Team

Konzept, Recherche, Performance

Regie

Produktionsleitung

Sound-Design

Video-Design

Technik

Kompagniemanagement

Termine und Besetzung

November 2018

Zusätzliche Informationen

Bitte beachten Sie, dass im Schauspiel in der Regel weitere Vorstellungstermine in Planung sind.

Ihr Wunschtermin ist dabei, aber noch nicht im Vorverkauf? Kein Problem, Sie können Ihre Karten vormerken lassen!

Die Kolleg*innen der Theaterkasse werden Sie dann entsprechend kontaktieren.

Nennen Sie uns dafür einfach den gewünschten Termin:

per E-Mail: info@staatstheater.nuernberg.de
oder telefonisch unter +49-(0)180 / 1-344-276
(Festnetz 3,9 ct/Min; Mobilfunk bis 42 ct/Min)

Fotos
Foto(s) © Titelbild: Shaizia Jifri / Szenenfotos: Alexander Barta

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