Staatstheater Nürnberg
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Schauspiel

Das Ding

von Philipp Löhle

Regie: Jan Philipp Gloger

Freitag, 23.11.2018

19:30 - 21:10 Uhr

Kammerspiele

Abo K3

Das Ding Header

Eine Baumwollflocke reist um die Welt und verbindet Menschen, deren Leben völlig fern voneinander und doch aufs engste miteinander verknüpft sind. Eine Globalisierungskomödie über die afrikanische Textilindustrie, chinesische Trikots, schweizer Waffenschmuggel, Liebe, einen Koi – und die Frage nach den Auswirkungen des eigenen Handelns in einer vernetzten Welt.

Beschreibung

„Im Anfang war das Gewürz.“ Auf der Suche nach günstigen Handelswegen, um Muskat und Nelken nach Europa zu bringen, gelang Fernao de Magalhaes, genannt Magellan, 1522 die erste Weltumseglung. Gut fünfhundert Jahre später ist die Welt ein Dorf. Waren und Informationen rasen in unglaublicher Geschwindigkeit um den Globus. Was an einem Ende der Welt geschieht hat am anderen Ende Auswirkungen, die man als Einzelne*r kaum noch übersehen kann. Welche Folgen hat das Steak auf meinem Teller für den argentinischen Bauern? Was passiert eigentlich mit den Waffen, die in meiner Nachbarschaft hergestellt werden, wenn sie die Grenze einmal überquert haben?

Stellvertretend für all diese Dinge, lässt Hausautor Philipp Löhle in Das Ding eine Baumwollflocke um die Welt reisen. So schnell, dass sie gar nicht weiß, wie ihr geschieht. Eben noch in Afrika, wird sie plötzlich gepflückt, verpackt, verschickt und verarbeitet, landet in China und schließlich in Deutschland. Auf ihrem Weg verbindet sie Menschen, deren Leben völlig fern voneinander und doch aufs engste miteinander verknüpft sind. Eine Fußball Nachwuchshoffnung wird plötzlich unverhofft als genialer Fotograf gefeiert, während ein chinesischer Geschäftsmann sich im Internet in eine dessen Schwester verliebt. Deren schweizer Exfreund versucht derweil in Afrika Bauern zu ökologischer Landwirtschaft zu überreden. Und während das Ding weiterreist, entspinnt sich zwischen den Kontinenten eine Globalisierungskomödie über Bekleidungsindustrie, Kinderzimmer, Waffenschmuggel, Liebe, einen Koi – und die Frage nach den Auswirkungen des eigenen Handelns in einer vernetzten Welt. Jan Philipp Glogers Inszenierung wird nun gut 300 Meter Luftlinie entfernt vom Standort des ältesten Globus der Welt zu sehen sein, den Martin Behaim einst in Nürnberg erfand und der Magellan den Weg wies.

Die Inszenierung ist eine Übernahme vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

Termine und Besetzung

Tagesaktuelle Besetzung am 23. November 2018

Patrick Dräger

Katrin Friege, geb. Dräger

Thomas Friege

Beat, Wang, Journalisten, König Manoel

Li, Siwa, König Magellan

Zusätzliche Informationen

Bitte beachten Sie, dass im Schauspiel in der Regel weitere Vorstellungstermine in Planung sind.

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oder telefonisch unter +49-(0)180 / 1-344-276
(Festnetz 3,9 ct/Min; Mobilfunk bis 42 ct/Min)

Fotos
Foto(s) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
nachtkritik.de

"Löhle und Gloger haben einen formidablen Abend konzipiert, der mit Leichtigkeit komplex ist. Nie entsteht der Eindruck der Bemühtheit, nie verheddert sich die Erzählung und das obwohl sie zwischen Figuren, Kontinenten, Zeiten und Erzählebenen fluffig hin und her hüpft. Das Bühnenbild bleibt reduziert, die unterschiedlichen Nationalitäten werden durch unterschiedliche Kopfbedeckungen angezeigt und zum Glück nicht durch gebrochene Sprache. Selbst der Schweizer spricht Hochdeutsch in Afrika. Das lustvolle spielende Ensemble erhält Szenenapplaus, als Maximilian Pulst als Patrick Dräger ein Tor schießt und alle in endlos übertriebener Zeitlupe jubeln."

Süddeutsche Zeitung

"Vielfalt ist bei Jan Philipp Gloger Trumpf. Der neue Schauspieldirektor will den Nürnbergern neben Klassischem auch eine Menge anderer Formen und Formate präsentieren (...) Meint das Ding konkret die Baumwollflocke, ist das Dong abstrakter zu verstehen. Es steht für die Freiheit, und in jeder Szene symbolisiert es eine andere Art von Freiheit (...) Während man bei Löhle häufig aufgrund der von Schauspielern wie Anna Klimovitskaya und Tjark Bernau furios ausgespielten Wortkomik spontan auflachen muss, bleibt einem beim 'Dong' das Lachen letztlich immer im Halse stecken."

Nürnberger Nachrichten

"Es bleibt dem sichtlich amüsierten Publikum überlassen, aus dieser überdrehten Groteske die richtigen Schlüsse für das eigene (Konsum-)Verhalten zu ziehen."

Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten

Nürnberger Zeitung

"Das Afrikaprojekt 'Import/Export' des Staatstheaters hat seinen ersten Knüller. Die Nürnberger Premiere von Philipp Löhles Globalisierungs-Farce 'Das Ding' überzeugte am Donnerstag mit greller Komik."

  • Herbert Heinzelmann, Nürnberger Zeitung

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