Über Grenzen sprechen

 
 

DIE DIESJÄHRIGEN PARTNERLÄNDER SIND DIE BALTISCHEN LÄNDER, ESTLAND, LETTLAND UND LITAUEN


Der internationale Dramenwettbewerb TALKING ABOUT BORDERS widmet sich in dieser Spielzeit einem der spannendsten Gebiete Osteuropas, dem Baltikum. Trotz des gemeinsamen Namens bilden sie alles andere als eine Einheit. Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben jeweils ganz eigene Wurzeln: drei Nationen mit langer, wechselvoller Geschichte – drei Sprachen – drei Kulturen.

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind es, die bei TALKING ABOUT BORDERS interessieren. Zwar weisen alle drei Gastländer durchaus signifikante historische Parallelen auf, aber wo Begriffe wie Freiheit oder Selbstbestimmung über Jahrhunderte hinweg nur als Utopie wahrgenommen wurden, findet heute umso mehr eine Rückbesinnung auf die eigene Tradition statt. Die estnische Hauptstadt Tallinn war 2011 europäische Kulturhauptstadt und besitzt eine einzigartige mittelalterliche Altstadt, eine der besterhaltenen in Europa. Riga beeindruckt durch sein imposantes Jugendstilviertel, während Vilnius, 2009 europäische Kulturhauptstadt, als barockes Juwel Litauens glänzt. Doch ohne den Blick auf die jeweilige Geschichte eines Landes, hinter seine Fassade und die damit verbundenen ungeschminkten Lebensumstände lässt sich eine spezielle Kultur nicht verstehen. Was macht die Balten innerhalb der eigenen Grenzen einzigartig, was verbindet sie darüber hinweg, und wie stehen sie zu Europa? Mit dem Dramenwettbewerb 2017/2018 wollen wir uns auf Spurensuche begeben.

TALKING ABOUT BORDERS ist immer auch politisch zu verstehen und der ausgeschriebene Dramenwettbewerb wird wieder künstlerische Auseinandersetzungen mit großen politischen Fragen und Umbrüchen in Europa sammeln, um sie als Beitrag für die deutschsprachige Theaterlandschaft nutzbar zu machen. Daher lädt das Schauspiel Nürnberg auch diese Spielzeit wieder Schriftsteller*innen ein, über Grenzen zu sprechen und neue Stücke zum Lebensgefühl in Zeiten des Wandels zu schreiben.

Der internationale Dramenwettbewerb – seit über zehn Jahren der Wichtigste seiner Art im osteuropäischen Raum – ist seit der Spielzeit 2014/2015 samt seinem Initiator und Leiter Dr. Christian Papke fest mit dem Staatstheater verbunden, das Schauspiel Nürnberg ist Ausrichter und Uraufführungstheater. „Ein Riesenverdienst des Hauses“, schrieb die Süddeutsche Zeitung anlässlich des Nürnberger Starts von TALKING ABOUT BORDERS und lobte die Autor*innenpflege und den Blick des Staatstheaters über die Grenzen Deutschlands hinaus. Nach dem erfolgreichen Start 2015 mit der Uraufführung des georgischen Siegerstückes „Angry Bird“ von Basa Janikashvili durch Christoph Mehler, gefolgt von der Uraufführung des armenischen Preisträgerstückes „Die Lotterie / Frauen des Krieges“ von Karine Khodikyan 2016 (Inszenierung: Patricia Benecke) und des polnischen Siegerstückes „Life is Loading“ von Mariusz Więcek und Jerzy Wójcicki 2017 in der Inszenierung von Julia Prechsl werden im späten Frühjahr 2017 die Gewinner*innen des Wettbewerbs in Tschechien und der Slowakei ausgewählt. Das Siegerstück wird dann im Rahmen des Festivalwochenendes im Sommer 2018 am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt.

 

  

Festival 2018

 




Donnerstag, 28.06.2018, 18:30 Uhr, Kammerspiele
Festivaleröffnung

Donnerstag, 28.06.2018, 19:00 Uhr, Kammerspiele
Preisverleihung und
Szenische Lesung Preisträger-Texte Platz 1 "Singing Green"

Donnerstag, 28.06.2018, 20:30 Uhr, BlueBox
Sonntag, 01.07.2018, 20:00 Uhr, BlueBox
Schloss an der Loire (UA)

Freitag, 29.06.2018, 18:00 Uhr, BlueBox
Szenische Lesung der Preisträger-Texte Platz 2 "The Elephant"

Freitag, 29.06.2018, 19:30 Uhr, Kammerspiele
Leben wir? (Kein Land für Fremde)

Freitag, 29.06.2018, 21:00 Uhr, BlueBox
Das Weisse Leintuch

Samstag, 30.06.2018, 18:00 Uhr, BlueBox
Szenische Lesung der Preisträger-Texte Platz 3 "Patina"

Samstag, 30.06.2018, 19:30 Uhr, Kammerspiele
Physics and Phantasma

Samstag, 30.06.2018, 21:30 Uhr, BlueBox
Imagine there's a fish

Sontag, 01.07.2018, 19:30 Uhr, Kammerspiele
What will tomorrow bring

 

 

 

     

 


Ab September präsentiert sich das Staatstheater Nürnberg unter der kommenden Intendanz von Jens-Daniel Herzog im neuen Gewand.

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Viel Spaß dabei!

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