Staatstheater Nürnberg
Zorn der Wälder 01

„Der Zorn der Wälder“ zum Heidelberger Stueckemarkt eingeladen

Kieran Joels Inszenierung von „Der Zorn der Wälder“ am Staatstheater Nürnberg (Premiere: 5.10.2018) wurde zum diesjährigen Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Im Rahmen des 10-tägigen Festivals ist das Stück von Alexander Eisenach am 28. April 2019 um 18.30 Uhr im Zwinger 1 in Heidelberg zu sehen. Zusammen mit zwei weiteren Produktionen wurde die Inszenierung für den Nachspielpreis nominiert. Die Preisverleihung findet am 5. Mai statt. Das Festival, das in diesem Jahr vom 26. April bis 5. Mai stattfindet, zeigt seit 1984 die Avantgarde des Theaters: Neue Stücke werden gelesen und herausragende Uraufführungen aus dem deutschsprachigen Raum zu Gastspielen eingeladen. In den Nürnberger Kammerspielen ist „Der Zorn der Wälder“ das nächste Mal am 16. April zu sehen.

Der Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarktes ist undotiert und mit einer Gastspieleinladung zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin verbunden. Der Heidelberger Stückemarkt versteht den Nachspielpreis als Ermutigung an jene Theater, die Stücke noch einmal regulär auf den Spielplan zu setzen, welche zu Unrecht wenig beachtet wurden. Neue Stücke drohen oft im Uraufführungshype in Vergessenheit zu geraten – manchmal weil derdie Urheberin eine wenig bekannter Jungautor*in ist oder weil die Uraufführung ihnen nicht gerecht wurde. Der Nachspielpreis möchte darum Theater ehren, die das Risiko eingehen, solche Stücke wieder zur Aufführung zu bringen. Neben der Inszenierung von „Der Zorn der Wälder“ von Kieran Joel sind noch „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen…“ von Miroslava Svolikova (Hessisches Landestheater Marburg) und „paradies spielen (abendland. ein abgesang)“ von Thomas Köck (Hans Otto Theater Potsdam) für den Nachspielpreis nominiert.

Mit seiner Inszenierung von Alexander Eisenachs „Der Zorn der Wälder“ gab Regisseur Kieran Joel am 5. Oktober 2018 in den Kammerspielen sein Debüt am Staatstheater Nürnberg. In seinem Stück um das mysteriöse Verschwinden von Henry Carson spielt der junge Autor Alexander Eisenach mit Klischees aus dem Film Noir und untersucht die Mechanismen ideologischer Kämpfe und die verbreitete Flucht vor der Verantwortung für die Gestaltung unserer Welt und Gesellschaft. Eine amerikanische Großstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die Massen ersticken an ihren gestorbenen Aufstiegsträumen. Die Fabrikbesitzer, deren Schornsteine den Himmel verdunkeln, häufen derweil Reichtümer an. Die Welt steht am Rand eines Bürgerkriegs. Und mittendrin ein neuer Fall für Privatdetektiv Gordon Pritchet. Emma Carson ist auf der Suche nach ihrem Mann, der auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Doch ist sie wirklich so ahnungslos, wie sie vorgibt? Und was wissen Henrys Geliebte Charlotte und sein Angestellter Hawkins über sein Verschwinden? In seinem 2017 veröffentlichten Stück wirft Autor Alexander Eisenach die Frage auf, welche Handlungsmöglichkeiten in einer Zeit bestehen, in der der Mensch vom unaufhörlichen Fortschrittsstrudel verschluckt zu werden droht: ein schieres Weitermachen wie bisher, der Rückzug in die Wälder, um eine Utopie der Ursprünglichkeit zu leben, oder doch der kollektive Aufschrei, ein gewaltsamer Umsturz der Verhältnisse?

Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin wurde Regisseur Kieran Joel mit seiner Inszenierung von „Don Karlos“ zu den Internationalen Schillertagen am Nationaltheater Mannheim eingeladen. Anschließend inszenierte er unter anderem an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und am Volkstheater München. „Der Zorn der Wälder“ ist seine erste Arbeit am Nürnberger Staatstheater.

Mit Musiker und Komponist Lenny Mockridge arbeitete er 2016 erstmals im Rahmen seiner Inszenierung von „Fallobst im Westen“ zusammen. Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildner Matthias Koch und Videograph Roman Kuskowski kreierten sie in den Nürnberger Kammerspielen die spannungsgeladene Atmosphäre eines Film Noir. Es spielen Anna Klimovitskaya, Stephanie Leue, Yascha Finn Nolting, Süheyla Ünlü und Cem Lukas Yeginer.

Weitere Informationen zum Heidelberger Stückemarkt unter: https://www.theaterheidelberg.de/festival/heidelberger-stueckemarkt

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