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11.01.2018
LEONID GRIN DIRIGIERT WERKE VON SCHOSTAKOWITSCH

3. Philharmonisches Konzert: „Lärm der Zeit

Dmitri Schostakowitsch:
Suite aus „Das goldene Zeitalter“ op. 22a, Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 77, Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 54


In ihrem 3. Philharmonischen Konzert präsentieren die Staatsphilharmonie Nürnberg und ihr Generalmusikdirektor Marcus Bosch am Freitag, 19. Januar, um 20 Uhr, Werke von Dmitri Schostakowitsch in der Meistersingerhalle.

Er war ein Komponist im „Lärm der Zeit“: Wohl kaum ein Komponist ist seiner Epoche so eng verbunden wie Schostakowitsch. Die drei Werke des Konzerts spannen einen Bogen von den avantgardistischen 1920er Jahren (Ballett-Suite „Das goldene Zeitalter“) über die Jahre des stalinistischen Terrors, in denen Schostakowitsch seine bewegende Sechste Sinfonie schrieb, bis zum 1948 entstandenen und aufgrund eines Verdikts durch das Zentralkomitee erst 1955, also nach Stalins Tod, uraufgeführten Violinkonzert. Das Spätwerk des Komponisten, in dem Trauer und grimmiger Humor eng miteinander verknüpft sind, wird gespielt von der jungen Geigerin Christina Brabetz, die als eine der vielversprechendsten Geigensolistinnen ihrer Generation gilt.

Mit dem ukrainischen Dirigenten Leonid Grin, der international für seinen leidenschaftlichen Zugang zur Musik und seine eloquenten, starken Interpretationen bekannt ist, kommt ein Musiker als Gast zur Staatsphilharmonie, der noch zu Lebzeiten Schostakowitschs in Moskau studiert hat und damit nicht nur mit dessen Musik verbunden ist, sondern auch mit der Welt, die diese beschreibt.

Vor dem Konzert, um 19.15 Uhr, führt Musikdramaturg Kai Weßler im Konzertführer live in die Werke ein. Im Anschluss an das Konzert findet eine Philharmonische Lounge im Foyer statt.
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