Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

Sonntag, 17.12.2017 um 19:00 Uhr, Schauspielhaus
Interview mit Schauspieldirektor Klaus Kusenberg:
Joël Pommerat
: Deutsch von Isabelle Rivoal
Was ist die Liebe in Zeiten von Individualismus und unbegrenzten Wahloptionen? Inspiriert von Arthur Schnitzler, Anton Tschechow und Ingmar Bergmann beleuchtet der französische Autor Joël Pommerat in zwanzig szenischen Miniaturen die Aporien der Liebesbeziehungen im 21. Jahrhundert. Vierundzwanzig Männer und siebenundzwanzig Frauen lässt er in unterschiedlichsten Konstellationen aufeinandertreffen, Wahrheiten aussprechen, Geheimnisse preisgeben, für die Liebe kämpfen und an ihr scheitern. Da ist eine Frau, die sich nach über zwanzig harmonischen Ehejahren plötzlich trennt, weil sie ihren Mann nie geliebt hat; ein Mann, der Tag für Tag versucht, seiner dementen Frau ihre Liebe in Erinnerung zu rufen; ein Paar, das sich verzweifelt vorspielt, Kinder zu haben, um die unerträgliche Leere ihrer Ehe zu überwinden ... Von absurd-komischen Begebenheiten bis zu tieftraurigen Augenblicken der Trostlosigkeit reicht dieser kluge und feinfühlige Szenenbogen. Was, wenn die Liebe zwischen den Menschen gelänge? Es wäre, als würde die Grenze zwischen Süd- und Nordkorea wieder geöffnet. Vielleicht eine Unmöglichkeit – vielleicht eine Utopie, für die es sich zu kämpfen und zu leiden lohnt? ... [mehr]

Besetzung

: Inszenierung: Klaus Kusenberg
: Bühne: Ayşe Özel
: Kostüme: Bettina Marx
: Dramaturgie: Jascha Fendel