Michael Lösch

Horn (Solo) 
Michael Lösch
Michael Lösch wurde 1962 bei K’lautern geboren. Mit 14 Jahren erhielt er seinen ersten Hornunterricht. Sein Staatsexamen an der Musikhochschule Saarbrücken legte er “Mit Auszeichnung” ab.

Seit Mai 1982 ist er Solohornist am Staatstheater Nürnberg. Mit 6-jähriger ‚Gastspiel-Tätigkeit‘ an der Deutschen Oper in Düsseldorf. Zwischen 1990-1998 war er Dozent für Horn an der Musikhochschule in Nürnberg. Von 1990-1995 war er Mitglied im Blechbläserquintett “Munich Brass“ mit zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen. Seit 1993 ist Michael Lösch Stammhornist bei den Richard Wagner Festspielen in Bayreuth – damit ist für ihn ein Wunschtraum in Erfüllung gegangen. Ein weiterer Wunschtraum ging als „Siegfriedruf ” – Hornist in den Jahren 2001, 2010 und 2013 in Erfüllung.

Orchesteraushilfen führten ihn in fast alle deutschen Orchester mit den großen Dirigenten unserer Zeit. (Pierre Boulez / James Levine / Christian Thielemann / Giuseppe Sinopoli / Daniel Barenboim / Kent Nagano / Zubin Mehta / Lorin Maazel / Andris Nelson / Sir Collin Davis) u.v.a.

Mit Gastspielreisen großer Orchester bereiste Michael Lösch fast die ganze Welt. (Frankreich / Italien / Kroatien / Spanien / England / Wales / Luxemburg / Schweiz / China /Japan / Hong Kong / Südamerika / Mexiko / New York / Abu Dhabi u. a.

Mit seinen Solokonzerten konnte er solistische Erfahrungen in vielen Ländern im In- und Ausland sammeln. (Deutschland / Zypern / Frankreich / Belgien / Japan).

Seit 2013 ist Michael Lösch musikalischer Leiter der Stadtkapelle Freystadt. Ein dritter Wunschtraum ist für Michael Lösch damit in Erfüllung gegangen.

Wie hat Ihr Instrument zu Ihnen gefunden?
Ich wurde auf dem Gymnasium in Kaiserslautern von meinem Musiklehrer mit 14 Jahren gefragt, ob ich keine Lust hätte , ein Instrument zu lernen, ich sei doch gut in Musik. Es wurde gerade ein Horn von der Schule frei und ich sagte nur: „Okay!" – das war`s! Mit 15 Jahren wurde ich von meinem Hornlehrer gefragt, ob ich keine Lust hätte, Musik zu studieren? Ich sagte wiederum: „Okay!" Sonst wäre ich heute Werkzeugmacher bei OPEL geworden – guter Kontrast, oder?

Haben Sie einen Lieblingsspruch oder ein Lebensmotto?
Ich liebe das, was ich tue, und ich tue das, was ich liebe!

Was war bisher die größte Herausforderung in Ihrem Beruf?
Ich bekam im Jahr 2014 um 13 Uhr einen Anruf von der Staatsoper München. Ich sollte abends die Oper „Die Schweigsame Frau“ von Richard Strauss spielen, weil der Solohornist erkrankt war. Ich sagte zu, weil ich dachte, das Orchesterbüro meine die Oper „Die Frau ohne Schatten“ – diese hatte ich wenige Monate davor gespielt. Als ich mich auf der Homepage nochmals der Anfangszeit versichern wollte, sah ich mit Schrecken, dass tatsächlich „Die schweigsame Frau " auf dem Spielplan stand – die ich noch nie gespielt hatte. Ich sagte sofort wieder ab, denn ich wusste: Diese Oper ist die schwierigste für Solohorn von Strauss, und ich hatte diese noch nie gespielt und auch noch nie gehört. Wenig später aber rief mich die Chefin des Orchesterbüros an und sagte mir: „Ich habe zwei Möglichkeiten: du spielst oder keiner! - Und heute Abend ist die Oper per Livestream im Internet zu sehen. Damit blieb mir keine Wahl... Ich liebe solche „Feuerwehreinsätze“ auch irgendwie (vielleicht liegt das an meinem Namen??). Sie schickte mir die Noten sofort per Email, und ich „lernte“ die Oper während der Fahrt nach München. Das ganze Orchester und natürlich der Dirigent Pedro Halffter wusste: Herr Lösch spielt die Oper jetzt vom Blatt und hat sie noch nie gespielt und noch nie gehört…. Es ist zum Glück so gut gelaufen, dass ich wenige Tage später gleich noch einmal spielen durfte. Es hätte auch ganz anders ausgehen können ...


Foto @ Ludwig Olah

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In dieser Spielzeit:

Hommage à Francis Poulenc - 7. Kammerkonzert: (Horn)