Martin Huber

Kontrabass (Vorspieler) 
Martin Huber
Wie hat Ihr Instrument zu Ihnen gefunden
Zum Kontrabass kam ich in der Schule. Ich hatte das Glück ein Gymnasium zu besuchen, in dem Kunst sehr aktiv gefördert wurde. Als der Klassenleiter die Liste der Wahlfächer vorlas, hat es beim Fach Kontrabass ganz plötzlich "klick" gemacht. Mit dem Instrument ist das wie bei einer Partnerschaft. Es muss von Anfang an funken, sonst wird nichts daraus.

Seit wann gehören Sie unserem Orchester an?
Bei der Staatsphilharmonie bin ich nun seit 1987. Damals hieß sie noch "Philharmonisches Orchester der Stadt Nürnberg". Im Personalamt am Fünferplatz gab es einen Sachbearbeiter für Musiker und Berufsfeuerwehr, der mit einer alten Schreibmaschine meinen Arbeitsvertrag ausfüllte. Damit bin ich einer der Letzten, die noch von GMD Hans Gierster engagiert wurden, und eines der letzten beiden aktiven Gründungsmitglieder der Philharmonie.

Was war bisher die größte Herausforderung in Ihrem Beruf?
Es gibt schwerere und leichtere Anforderungen in der Musik. Selten, dass man als Kontrabassist ein Solo zu spielen hat. Dann muss man natürlich noch mehr üben als sonst. Eine gewaltige Herausforderung ist für jeden Musiker das Probespiel, wenn es um die Anstellung geht, denn von 10 Minuten kann die ganze Zukunft abhängen. Trotzdem will ich nicht von einer größten Herausforderung sprechen, denn eigentlich findet unser Probespiel jeden Abend aufs Neue in der Vorstellung statt. Für den Besucher ist es der Abend, auf den er sich schon lange gefreut hat. Egal ob „Walküre“ oder „Weißes Rössl“, ich möchte so spielen, dass es für den Zuhörer ein Genuss ist. Es gibt keine unwichtigen Töne.


Foto © Ludwig Olah

Website

In dieser Spielzeit: