Christian Wissel

Schlagzeug 
Christian Wissel
Christian Wissel wurde 1978 in Aschaffenburg geboren. Bereits als 5-jähriger hatte er ersten Schlagzeugunterricht. Über das Blasorchester kam er früh zu Unterrichtstätigkeiten als Schlagzeug- und Klavierlehrer. Im Anschluss an das Abitur am musischen Dalberg-Gymnasium, studierte er von 1999 bis 2003 an der Hochschule für Musik Würzburg.

Nach einer Station beim Philharmonischen Orchester Würzburg (2001 – 2004), war er bis September 2006 Schlagzeuger am Staatstheater Stuttgart. Im Jahr 2008 hatte er für drei Monate ein Engagement als 1. Solo-Schlagzeuger bei den Dortmunder Philharmonikern.

Seit Oktober 2008 steht er am Staatstheater in Nürnberg als Schlagzeuger unter Vertrag. Nach einer Unterbrechung dann seit 15.05.2011 mit unbefristeter Festanstellung. Im April 2012 wurde er zum Orchestervorstand der Staatsphilharmonie Nürnberg gewählt.

Neben seiner reichen Orchestererfahrung hat er sich nach seiner Diplomprüfung intensiv mit Kammermusik beschäftigt und einen Aufbaustudiengang an der Hochschule für Musik Trossingen besucht. Seither gestaltete er mit einem Schlagzeugensemble und als Solist mit Duopartnern (Saxophon, Violine, Harfe, Klavier etc.) Konzerte vor allem mit zeitgenössischer Musik. Dieses Interesse verfolgt er auch in so renommierten Ensembles wie dem Ensemble Kontraste aus Nürnberg oder dem Ensemble Modern Orchestra. Seit 2011 tritt er regelmäßig in seiner eigenen Kammermusikreihe „Wissels Welt“ in Offenbach auf.

Im Jahr 2007 hat er sich intensiv mit den Werken von Karlheinz Stockhausen beschäftigt und dessen Kurse besucht, kurz bevor dieser im Dezember verstarb.
Seitdem hat er einige Aufführungen seiner Werke wie „Kontakte“ und „Zyklus“ auf die Bühne gebracht. In Zusammenarbeit mit Künstlern der Fluxusbewegung, nämlich Mary Bauermeister und Hans G Helms, führte Christian das Musiktheaterstück „Originale“ wieder auf, das seit 1963 nicht mehr gespielt wurde.

Seither beschäftigt er sich zunehmend mit Verbindungen verschiedener Kunstrichtungen und ist unter anderem bei dem Schauspielstück „Der Chronist der Winde“ als Musiker und Schauspieler aufgetreten und instrumentiert Musik für einen Kurzfilm.
Außerdem setzt er sich nach wie vor für den Erhalt der traditionellen böhmischen Blasmusik ein und hat zusammen mit Kollegen in Nürnberg die Blaskapelle "Philharmenka - Die Nürnberger Böhmische" aus der Taufe gehoben.

Christian R. Wissel hält regelmäßig Workshops für Schlagzeug oder leitet Arbeitsphasen von Jugendorchestern. Seit September 2011 unterrichtet er klassisches Schlagzeug an der Berufsfachschule für Musik in Nürnberg.


Ein Idol Ihrer Jugend?
Idole habe ich keine. Vielmehr versuche ich, Idealen zu folgen, die mir im Umgang mit Menschen helfen und den Respekt vor allen und allem bewahren sollen. Grundsätzlich ist mal alles vollkommen; genau so, wie es ist. Ich lerne sehr viel von jedem einzelnen Menschen, den ich treffe!

Haben Sie einen Lieblingsspruch oder ein Lebensmotto?
Ich schöpfe im Leben aus dem Vollen. Deshalb kann ich auch so schlecht Nein sagen. „Ermöglichen statt Verhindern“ könnte ein Leitspruch sein. Wichtig ist mir aber eine gute Balance: So intensiv ich arbeite, so sehr brauche ich auch meine freie Zeit – und meine Zeit im Freien!

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Musiker / Musikerin geworden wären?
Ich denke nicht im Konjunktiv. Es ist mühsam, sich Gedanken darüber zu machen, "was (gewesen) wäre, wenn“. Ich wünsche jedem den Mut, das zu finden und zu tun, was er am besten kann und gerne macht. Damit ist man nicht nur selbst glücklich, sondern bereichert im besten Falle auch seine Umwelt.


Foto © Ludwig Olah

Website

In dieser Spielzeit:

Sechs Mal USArt - 6. Kammerkonzert: (Schlagzeug)