Hitler.Macht.Oper

Freitag, 02.06.2017, Gluck-Saal
In Kooperartion mit:
Das Nürnberger Opernhaus als exemplarischer Ort von Inszenierung von Macht und Unterhaltung
: Eine Tagung zum Forschungsprojekt "Inszenierung und Propaganda - Musiktheater in Nürnberg 1920 - 1950"
Die große Nähe von Ästhetik und Politik ist ein Charakteristikum von faschistischen Herrschaftskonzepten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Propaganda suchte nicht nur durch gewalttätige Drohung die Bevölkerung zu erreichen, sondern drang bewusst in positive Lebensbereiche wie Freizeit und Unterhaltung ein. So wurde auch das Theater zum Mittel politischer Kommunikation und diente der Beeinflussung und Kontrolle der Massen.
Das Forschungsprojekt ist auf der Suche nach den Strategien der Inszenierung – innerhalb und außerhalb des Theaters: einerseits hinsichtlich der Frage, wie bei politischen Veranstaltungen (z. B. den Reichsparteitagen) Inszenierungsstrategien des Musiktheaters zum Tragen kamen, und andererseits, inwiefern auf der Bühne des Opernhauses die zugrunde gelegte ‚ideologische‘ Ästhetik umgesetzt und mit der Politik gleichgeschaltet wurde. Der NS-Staat, so der Reichsdramaturg Rainer Schlösser 1936 bei der Reichstheaterwoche in München, verstand das Theater als Waffe, mit der er eine Ideologie verbreiten konnte. Um die suggestive Wirkung des Musiktheaters nutzbar zu machen, wurde systematisch ausgewählt, welche Werke dem Publikum auf der Bühne präsentiert ... [mehr]

Besetzung

: Leitung: Anno Mungen


Tagesaktuelle Besetzung : 02.06.2017

Anno Mungen (Forschungsinstitut für Musiktheater, Thurnau), Silvia Bier (Wissenschaftliche Mitarbeiterin fimt), Daniel Reupke (Freier Mitarbeite: historische Beratung / Dokumentation)), Viktoria Latko (Studentische Hilfskraft), Jasmin Goll (Studentische Hilfskraft)